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Neuseeland Woche 5 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Sonntag, den 27. Februar 2011 um 00:43 Uhr

Picton, 26. Februar, sonnig 20° 

Am Sonntag Morgen bin ich erst mal nach Reefton gefahren. Ich musste Essen einkaufen. Danach ging´s wieder zurück an den Upper Grey River. Ich habe mir eine Stelle ausgesucht, die gestern recht vielversprechend aussah. Dort habe ich den ganzen Nachmittag mit der Schleuse Kies gewaschen. Es sammelten sich einige schöne Gold-Plättchen an.
Montags fuhren Stefan und ich nach Greymouth. Er musste seine Vorräte auffüllen. Wir haben zusammen noch einen Kaffee mit Muffin genossen und dann hiess es Abschied nehmen. Ich bin danach Richtung Norden weitergefahren.


Bei den Pancake Rocks legte ich eine Pause ein. Das sind Felsformationen am Ufer der Tasmansee, welche wie Omeletten aufeinander geschichtet sind. Auf meinem weiteren Weg besuchte ich eine kleine private Goldmine. Dort hat man Goldstaub aus Sandstein gewonnen. In Westport habe ich dann übernachtet.

Am nächsten Tag bin ich der Küste entlang nach Norden gefahren. Zu Beginn hat es noch kräftig geregnet. Anfang Nachmittag liess der Regen nach. Ich war im Oparara Bassin angekommen. Dort habe ich zuerst zwei Höhlen besichtigt. Die Zweite war etwas grösser. Als ich die Taschenlampe einmal ausgemacht hatte, sah ich ganz viele Glühwürmchen. Es gelang mir sogar ein Bild davon zu machen. Noch spektakulärer war es aber die grosse Höhlenspinne mit der Kamera einzufangen. Diese war immerhin fast 10 cm gross! Sie ist harmlos, man konnte sich ihr also bedenkenlos nähern. Auf dem Rückweg machte ich einen Spaziergang durch den Busch und sah zwei riesige natürliche Steinbögen. Diese überspannten die Flüsschen auf bis zu 49 Metern!

Als ich gegen Abend zurück im Motel war gab´s dann unerfreuliche Nachrichten. Während ich durch den Urwald fuhr bebte in Christchurch ganz heftig die Erde. Es gab Dutzende Tote und sehr viele Verletzte. Der Turm der Kathedrale, auf dem ich vor drei Wochen noch stand, ist eingestürzt, genauso wie viele andere Gebäude. Chaos! Es müssen sich schreckliche Szenen abgespielt haben. Im Moment wird geborgen, gerettet und die Bevölkerung betreut. Mit Wasser, Strom und Gas gibt’s Versorgungsprobleme. Die Stadt ist teilweise gesperrt. Ich muss nun mal sehen, wie´s dann in einer Woche ist, wenn ich nach Christchurch zurückkehre.
Trotz den unschönen Geschehnissen an der Ostküste habe ich am Mittwoch meine Reise fortgesetzt. Ich bin von Westport durch die Schlucht des Buller-River nach Norden gefahren. Über die Schlucht ist eine riesige Hängebrücke gespannt. Zum Begehen war sie allerdings recht wackelig. Am Nachmittag kam ich dann in Takaka an. Erst habe ich mir eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht, dann machte ich noch eine kleine Entdeckungsreise in der Umgebung.

Etwas ausserhalb des Dorfes liegen die PuPu Springs. Das sind Frischwasserquellen, die direkt aus dem Boden „blubbern“. Gemäss dem Besitzer meines Motels seien dies die saubersten Quellen weltweit (in der Schweiz war der Gute wahrscheinlich noch nie ;-) ). Ganz in der Nähe gab´s auch ein kleines Wasserkraftwerk zu besichtigen.

Anderntags fuhr ich zum Farewell Spit. Dieser liegt ganz am nordwestlichsten Zipfel der Insel. Er ragt sichelförmig ins Meer. Es ist ein mit Gebüsch bewachsener Sandstreifen, am Ende mit einem Leuchtturm dekoriert. Am Cape selber gibt es eindrückliche Sanddünen und Felsgebilde zu betrachten.  Auf dem Rückweg konnte ich eine Privattour durch die Ngarua Höhle geniessen.
Von Motueka aus war eigentlich ein Kajaking Ausflug geplant. Am anderen Morgen war aber das Wetter eher mässig und die See rau, deshalb strich ich den Ausflug.

Erst musste ich ins Visitors Center. Mein grösstes Problem war, ein Zimmer in Christchurch für die letzte Nacht zu finden. Die Hotels sind entweder kaputt, bieten wegen den sanitären Problemen keine Zimmer an, oder sind mit Rettern gefüllt. Die Dame im Center hat alles versucht, und schlussendlich fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit. Sie liegt sogar ganz in der Nähe des Flughafens.
Generell wird es immer schwieriger Zimmer zu finden. Viele Einwohner und Gäste haben ChCh verlassen und sich einen Platz in der Umgebung gesucht. In Nelson gab Hotelgäste denen blieben gerade noch die Kleider die sie trugen…

In der Gegend um Nelson habe ich am Freitag das Aquarium von Mapua besucht und war in der Cable Bay. In Nelson selbst bin ich durch die Stadt gebummelt und habe von Zeit zu Zeit in einem der unzähligen Café´s hat gemacht. Nachtessen gab´s bei Stephano´s (nein, nicht dieser Stefan….). Ich hatte Lust mal wieder eine Pizza zu essen: Es war die Beste von ganz Neuseeland!

Heute bin ich nach Picton weitergefahren. Die kleine Hafenstadt ist das Zentrum für die Fähr-Transfers zur Nordinsel. Das Innenstädtchen hat man schnell gesehen. Hier kann ich vor dem Endspurt jedoch noch etwas ausspannen. Zudem ist die Gegend für hervorragende Muscheln und Weine bekannt! 

Zu guter Letzt noch dies: In Neuseeland ist vieles seitenverkehrt. So gab es beispielweise ein ganz interessantes physikalisches Phänomen zu klären: Auf welche Seite dreht der Wasserwirbel im Abfluss. Die Lösung: Er dreht gegen den Uhrzeigersinn. Ist es bei uns wirklich umgekehrt? 

Die Bilder findet Ihr wie üblich hier: Link zum Fotospot.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Februar 2011 um 01:12 Uhr
 

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