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Neuseeland Woche 3 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Samstag, den 12. Februar 2011 um 10:04 Uhr

Queenstown, 12. Februar, teils sonnig 20°

Von Dunedin bin ich am Sonntag Richtung Süden losgefahren. Ein Teil der Strecke fuhr ich an der Küste entlang auf Coast Road. Die Landschaft war einmalig! Ich habe als erstes den kleinen Küstenort Kaka Point besucht um mich zu verpflegen. Anschliessend gings weiter zum Nugget Point, einem Kap mit Leuchtturm. Es hat mächtig gewindet und unglaublich viele Seevögel flogen herum. Ich konnte sogar nochmals Pinguine sehen. In der Cannibal Bay bin ich beinahe einen solchen gestolpert!

Übernachtet habe ich in Owaka. Montags besuchte ich dann Jack´s Blowhole. Dies ist ein 50 Meter tiefes Loch in welches die Brandung eindringt. Danach habe ich zwei Wasserfälle besucht. Diese waren zwar nicht sehr gross, aber schön im Wald gelegen.
Ich war nun mitten in den Catlins. Diese Gegend ist landschaftlich sehr interessant. Einfach durch-cruisen und geniessen – bis der Tank leer ist….  Nun, es hat dann gerade noch zur nächsten Tankstelle gereicht. Auf dieser Strecke sind diese etwas dünn verteilt und mein kleiner Hyundai säuft wie ein Loch (Es soll ja niemand auf die Idee kommen, das würde an meinem Fahrstil liegen)!

Ich habe dann in Invercargill wieder halt gemacht. Die Stadt an sich war eher nicht so interessant. Ich konnte dort aber meinen bisher südlichsten Sonnenuntergang geniessen.
Den südlichsten Punkt meiner Reise habe ich am Dienstag erreicht: Breite 46°36 min 54 sec, Länge 168°21 min 26 sec. So weit unten war ich noch nie (geografisch gesehen natürlich!). Das ist eine wirklich raue Gegend, es hat mich fast weggeblasen. Und kalt wars. So wie die Beiz hiess: es ist wohl das Ende der Welt.

Am frühen Dienstag Nachmittag kam ich in Manapouri an. Das Dörfchen liegt am Lake Manapouri. Nachdem ich die Unterkunft organisiert hatte fuhr ich nach Te Anau um das Tourenangebot zu studieren. Mein Plan, die Glühwürmchenhöhle zu besuchen droht erst zu scheitern. Alle Touren für die nächsten zwei Tage waren ausgebucht. Die nette Dame am Schalter des Organisators bot mir an mich auf Standby für eine Tour noch am selben Abend zu setzen. Ich hatte Glück, um 19 Uhr wurde ein Platz frei und es konnte losgehn. Wir sind dann mit einem Katamaran auf die auf die andere Seeseite gefahren.
Die Glowworm Caves sind der Teil eines grossen Höhlensystems. Im Eingangsbereich (ca. die ersten 200 Meter) fand die Führung statt. Erst gingen wir ein Stück zu Fuss, dann stiegen wir in ein Boot um. Der Führer hat dann alle Lichter gelöscht und wir konnten die Glühwürmchen grün leuchten sehen. Eigentlich sind das nicht Würmer sondern Mückenlarven. Diese leben während etwa 9 Monaten in den Höhlen, um dann zu schlüpfen und ihr zwei Tage dauerndes Leben draussen zu beginnen.

Tags darauf war mein Fjordbesuch geplant. Nachdem es durch die Nacht kräftig geregnet hat, habe ich um 7 Uhr morgens gespannt den Vorhang in meinem Zimmer auseinander gezogen. Es war hell und freundlich, allerdings in Richtung Doubtful Sound noch recht stark bewölkt. So beschloss ich statt diesen den Milford Sound zu besuchen. Nach etwa 2 Stunden Fahrt bin ich dort angekommen und siehe da, die Wetterfee war mir hold (es also doch genützt, dass ich die Cécile vom SF Dach gestern noch angerufen habe und sie darum bat, mal zu schauen, was sie machen kann!). Es war zwar nicht ganz wolkenlos, aber sonnig und ein wunderbarer Tag für eine Bootsfahrt in den Sound. Erstaunlicherweise fand ich bereits auf der ersten Fahrt einen Platz und keine halbe Stunde später war ich auf See. Wir hatten ein vergleichsweise kleines Boot, es war aber halbleer und wir konnten  damit direkt unter die Wasserfälle fahren. Meine Fotoausrüstung hat den Härtetest glücklicherweise überstanden und ich durfte mit Freude feststellen, dass meine Fototasche wasserdicht ist (Die wurde komplett getränkt!). Auf unserer Fahrt haben wir fischende und schlafende Robben gesehen und eine Menge über die Entstehung des Sounds gelernt.
Auf dem Rückweg besuchte ich die Mirrorlakes. Diese würden normalerwiese spiegeln, wenn nicht gerade der Wind die Wasseroberfläche kräuselt. Ich habe dann fern der Abschrankungen noch ein Spiegel-Plätzchen gefunden.
Im Vergleich zu vor 18 Jahren, als ich zum ersten Mal hier war, hat sich eine Menge verändert. Die ganze Gegend ist touristisch vollkommen durchorganisiert. Als Individual-Tourist ist man es sich aber gewöhnt, ab und zu die Standardorganisation zu umgehen. Und das macht dann besonders Spass!

Queenstown – Thrilltown! Den Rest der Woche habe ich hier verbracht und es gibt absolut nichts, was man hier nicht machen könnte. Es werden sämtliche sportlichen Aktivitäten angeboten die es gibt und wer den Adrenalinschub sucht kann Bungy jumpen, Skydiven oder Jetboat fahren. Ich habe mich für das gemässigtere Jetboat entschieden. Mit 540 PS sind wir durch die Shotover-Schlucht gebrettert. Nach einigen 360-ties waren dann auch wirklich alle nass!
QT ist dass Tourisik Mekka des Südinsel. Es steht auf jedem Reiseplan und nirgendwo auf der Südinsel wird einem mehr geboten. Nebst Nervenkitzel hat es viele Hotels, Shops, Bar´s und Restaurants.

Auch die Umgebung ist attraktiv. Ich habe Arrowtown besucht, war in Cromwell auf einer kleinen Wanderung durch ein ehemaliges Goldabbaugebiet und eine Dampfschifffahrt mit der Ernslaw habe ich gemacht (Dampfschiffe gibt es ja zwar bei uns auch, aber dieses fuhr zu Walter´s Peak. Da musste ich natürlich hin).
Heute Nachmittag bin ich mit der Skyline auf den Stadthügel gefahren. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht über Queenstown und die ganze Umgebung.

Zu guter Letzt noch dies:   Leichen pflastern seinen Weg! Nein es geht hier nicht um den legendären Western mit Klaus Kinski. Auf meinen Fahrten musste ich feststellen, dass die Pelztier-Sterberate auf Neuseelands Strassen immer noch enorm ist. Jeden Kilometer ein toter Igel, Opossum, Hase, Federvieh oder sonstiges (Bilder dazu erspare ich Euch!). Zum guten Glück musste ich bisher noch keine Überbleibsel von meinem Auto entfernen!

 

Die Bilder findet Ihr wie üblich hier: Link zum Fotospot.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. Februar 2011 um 10:10 Uhr
 

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