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Neuseeland Woche 2 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Samstag, den 05. Februar 2011 um 00:00 Uhr

Dunedin, 5. Februar, sonnig 21°

Am Sonntag habe ich Christchurch verlassen. Südöstlich liegt die Banks Peninsula. Auf dem Tourist Drive (wenn schon Tourist, dann richtig!) fuhr ich bis zum kleinen Städtchen Akaroa. Die Strecke führte quer über die Halbinsel, war richtig schön kurvenreich und eng. Auf den Hügeln blies eine steife Brise, welche zu der rauen Landschaft gut passte. Akaroa war ein gemütliches, kleines Dörfchen, das mit seinen vielen Café´s am Quai zum bleiben einlud.

Am Lake Ellesmere entlang ging‘s dann zurück und Richtung Süden nach Ashburton.
Am Montagmorgen, bei leichtem Regen, nahm ich die Strecke in Richtung Zwergenland in Angriff. In der Region von Mt Somers (ein kleines Kaff im Nirgendwo) wurden Teile der Herr der Ringe Trilogie gedreht. Auf einer Kiespiste bin ich bis zum Lake Clearwater gefahren. Das Wetter wurde immer besser und die karge Gegend zeigte sich von ihrer schönsten Seite.
Genächtigt habe ich anschliessend in Timaru, einer kleinen, ruhigen Hafenstadt.

Dienstag’s hiess es früh raus! Es war strahlend blauer Himmel, als ich losfuhr. Richtig so! Ich wollte nämlich den Aoraki (Mount Cook) besuchen und nach Möglichkeit auch sehen. Auf dem Airfield von Lake Tekapo hat man mir empfohlen möglichst noch morgens zu fliegen, weil das Wetter umschlagen soll. Gesagt, getan. Kurz darauf sass ich in einer Cessna 208 und es ging los! Während gut 50 Minuten umkreisten wir den Aoraki. Wir sahen den Tasman-, den Fox-, den St. Joseph Gletscher und konnten die unglaublich schöne Bergwelt der neuseeländischen Alpen bestaunen. Ganz faszinierend war es, die Ost-/West- Wetterscheide zu beobachten. Das schlechte Wetter staut sich an den Bergen und auf der anderen Seite ist es sonnig und klar. Leider war der Flug viel zu früh fertig. Gerne hätte ich noch eine weitere Stunde drangehängt!
Phil, unser Pilot hatte übrigens recht: drei Stunden später war der Mount Cook bereits von einer Wolkenkappe überzogen. Thank´s Phil!
Noch am selben Abend begann es in Mt. Cook Village kräftig zu regnen. Ich habe dort übernachtet und wollte am nächsten Morgen eine Wanderung zum Hooker Lake machen. Als es aber dann andern Tag´s immer noch in Strömen goss, habe ich mich kurzerhand entschlossen wieder an die Küste zu fahren. Ziel war Oamaru und wie erwartet war´s dort wieder sonnig und 25° warm.

In Oamaru befindet sich eine der wenigen gut zugänglichen Nistplätze des blauen Zwergpinguins. Das musste ich natürlich sehen! Jeweils abends zwischen 21 und 23 Uhr kommen die Pinguine vom fischen zurück. Von unserer Touristentribühne aus konnten wir gut beobachten wie die kleinen Kerle einmarschiert sind.
Ein paar Kilometer von dieser Kolonie entfernt, sind auch Gelbaugen-Pinguine zu sehen. Diese brüten an der ganzen Ostküste Neuseelands. Dank etwas Glück konnte ich sogar ein paar Bilder von ihnen schiessen!
Eine weitere Attraktion in dieser Gegend sind die Moeraki Boulders. Das sind kugelrunde Steine, welche am Strand liegen. Diese sind vor 60 Mio Jahren aus Meeresschlamm entstanden. Sie haben teilweise einen Durchmesser von über einem Meter.
Etwas südlich von Moeraki liegt der Shag Point. Etwas unscheinbar, dafür nicht so von Menschen überflutet, ist er über eine Kiessstrasse erreichbar. Dort kann man Pelzrobben beobachten. Mit etwas Vorsicht kommt man bis auf ein paar Meter an sie heran.

Am Freitag ging´s dann weiter über die Coast Road nach Dunedin. Die Stadt gibt’s seit 1848 und der Name kommt von der gälischen Namensversion Edinburghs. Ein Schotte hat mir bestätigt, dass man die schottischen Wurzeln auch heute noch in der Sprache hört.
Auf der Otago-Halbinsel gibt es die einzige Albatroskolonie auf Festland (Ich habe zwar nicht ganz begriffen weshalb man Neuseeland als Festland bezeichnet!). Dort brüten jeweils mehrere Paare. Mit über 3m Spannweite sind das recht imposante Tierchen. Wir hatten das Glück, sogar einen fliegenden Albatros zu sehen. Das ist nicht selbstverständlich, weil diese oft Tage auf See verbringen und nur sehr kurze Landbesuche machen.
Meine Besichtigungstouren in Dunedin beinhalteten auch einen Rundgang durch das Otago Museum und shopping im Sommerausverkauf. Auf die Besichtigung der Speight´s Brauerei habe ich dann zu Gunsten eines grossen, dunklen Bier´s im Ale House verzichtet, weil die Fabrik am Samstag nicht arbeitet.

Zu guter Letzt noch dies: Die Wettervorhersagen hier in Neuseeland ähneln denen der Schweiz. Drei verschiedene Medien, drei Prognosen. Meine ersten 10 Reisetage hatte ich trotz teils anderer Perspektiven jeden Tag Sonne. Also, was soll´s!

Einige Bilder aus der zweiten Woche findet Ihr hier: Link zum Fotospot. (dann am Besten rechts in der Menüleiste den Menüpunkt "Diashow" drücken)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Februar 2011 um 08:37 Uhr
 

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