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Strompreiserhöhungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Mittwoch, den 10. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

wäli   Das Nidwaldner Volk hat vor Jahren zur Privatisierung des EWN, wie auch zum Energiefonds nein gesagt und gehofft, dass unser gesunder und unabhängiger Stromversorger eine sichere und erfolgreiche Zukunft hat. Man hat damals Seitens des EWN, aber auch des Kantons als Eigentümer „Worst-Case Szenarien“ verbreitet, damit ja alles beim Alten bleibt. Vor Kurzem hat nun das EWN angekündigt, die Strompreise zu erhöhen. Es befindet sich in bester Gesellschaft, fast alle anderen Stromanbieter Schweiz weit tun Gleiches. Man betont, dass es nur durchschnittlich 10% seien, die man erhöhen müsse.

Das EWN hat in den letzten Jahren satte Gewinne erwirtschaftet: 2004: 11 Mio,  2005: 9 Mio, 2006 und 2007: 12 Mio. Da ja im Jahre 2004 der Energiefonds abgelehnt wurde, kann man davon ausgehen, dass es dem Unternehmen finanziell an nichts gefehlt hat um Infrastruktur- und Dienstleistungskosten zu decken, sowie Investitionen zu tätigen. Als Stromkonsument kann ich gar erfreut feststellen, dass keine nennenswerten Stromversorgungsprobleme aufgetreten sind. Ergo ist ja alles Bestens. Sollte man meinen..... Das EWN schreibt, dass Swissgrid (das ist die Organisation, welche den liberalisierten Strommarkt kartellmässig betreut) mehr Geld für Systemdienstleistungen verlangt und die Förderabgaben für erneuerbare Energien steigen (ein Glück, haben wir nicht noch einen eigenen Energiefonds!). Das ist bekannt, aber wer sagt, dass man das auf uns Kunden abwälzen muss? Insbesondere, wenn man weiss, dass die Swissgrid sehr zweifelhafte Berechnungsmethoden anwendet (Beispielsweise Neuberechnung bereits abgeschriebener Netze).

Ich meine, dass ein Unternehmen das dem Kanton gehört, nicht zwingend Maximalgewinne schreiben muss. Mich wundert, dass seit der Ankündigung der Erhöhung zwei Monate vergangen sind und trotz verbreiteten und massiven Diskussionen im Kanton Nidwalden alles ruhig bleibt. Offenbar sind wir Stromkonsumenten bereit unsere Kantonskasse weiter zu füllen, ohne das Ganze kritisch zu hinterfragen. Immerhin ist gemäss EWN in einem vier Personen Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 kWh/Jahr mit Mehrkosten von 105.- CHF zu rechnen. Dass beim Kanton niemand reagiert ist wohl klar, wer würde sich schon selber eine Einnahmequelle schmälern. Trotzdem hätte man zumindest erwarten können, dass unsere Regierung die Machenschaften der Swissgrid hinterfrägt.

Uns wird erzählt, wir würden bald wegen einer kommenden Rezession den Gürtel enger schnallen müssen. Wäre es nicht schön, die Regierung des Kantons Nidwalden würde ihren Teil zu einer Bewältigung dieser Krise beitragen und das EWN anweisen von der Strompreiserhöhung abzusehen?

-> Neue Nidwaldner Zeitung, 10. Dezember 2008

 

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