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Absage an die Spitalinitiative – wie weiter? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Freitag, den 14. Dezember 2007 um 00:00 Uhr

wäli   Die Spitäler Nidwalden und Obwalden gehören Schweiz weit zu den kleinsten überhaupt. Betrachtet man statistische Daten (Bundesamt für Statistik Stand 2005), so sieht man, dass die beiden Institute gegenüber dem Schweizer Durchschnitt eine etwa halb so grosse Bettenzahl pro Einwohner zur Verfügung stellen, dass die Anzahl Hospitalisierungen ebenfalls weniger als halb so gross ist und insgesamt die Betten etwa durchschnittlich ausgelastet sind. Als Fazit kann man sagen, die Versorgung mit Spitalbetten ist in den beiden Kantonen bestens gewährleistet.

Es stellt sich also grundsätzlich nicht die Versorgungsfrage, sondern die Kostenfrage. Ich behaupte, dass eine Bevölkerung von ca. 75000 Personen nicht kostengünstig versorgt werden kann, wenn dies mit zwei Kleinstspitälern geschieht. Es ist anmassend, dass man in Obwalden eine Spitalautonomie will (obschon die Spitalinitiative glücklicherweise abgelehnt wurde), wenn man auf der anderen Seite 43% der Obwaldner Bevölkerung Prämienverbilligungen mit öffentlichen Geldern gewähren muss (es war der Nidwaldner Zeitung vor Kurzem zu entnehmen). Dass wir dies als Steuerzahler mitfinanzieren müssen ist inakzeptabel.

Wir sollten endlich die nid- /obwaldischen Grabenkriege beenden und eine gemeinsame, ganzheitliche Lösung  finden. Es ist uns zuzumuten ein interkantonales Spital aufzusuchen, egal wo es steht. Wenn wir das Gefühl haben, jeder müsse sein eigenes Süppchen kochen, wird unser Gesundheitssystem unbezahlbar. Deshalb bleibt zu hoffen, dass der Kostendruck auf die beiden Spitäler uns dazu zwingt neue Wege zu gehen. Wir müssen die Spitalpolitik gemeinsam angehen, um eine moderne und kostengünstige Gesundheitsversorgung mit einem Spital für die beiden Halbkantone zu entwickeln.

> Neue Nidwaldner Zeitung, Dezember 2007

 

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