Start Ich meinti Ich meinti - Archiv Kassen ziehen die Sparbremse an
  • Decrease font size
  • Default font size
  • Increase font size
  • default color
  • color1 color
  • color2 color
  • color3 color

Kassen ziehen die Sparbremse an PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wäli   
Montag, den 02. Februar 2009 um 00:00 Uhr

wäli   Dass die Krankenversicherungen uns Konsumenten verärgern ist schon fast Alltag! Neuerdings haben sie offenbar Probleme mit Ihren Reserven. Die Prämien sollen erneut massiv steigen, obwohl dies in den letzten Jahren schon unverschämt geschah und jedes Mal die Erhöhung deutlich über der Jahresteuerung lag.

Es gibt sicher viele Schuldige an der heutigen Situation. Das Gesundheitswesen in der Schweiz ist kränker als die Bevölkerung, die damit leben muss. Das Gejammer der Kassen ist jedoch differenziert zu betrachten. Natürlich sind die Versicherungsleistungen, welche die Kassen erbringen müssen, ein Abbild des desolaten Kosten-Zustandes unseres Gesundheitswesens. Aber trotzdem sollten die Kassen erst mal vor der eigenen Türe wischen, bevor sie schon wieder alles auf die Prämienzahler abwälzen. Kein Tag vergeht, ohne dass ich mit Werbung der Versicherer eingedeckt werde. Vom Flyer über Plakatwände, Bus- oder Zugbemalungen, bis hin zum teuren Fernsehspot oder Sponsoring von Fernsehsendungen: Es wird eine Unmenge Prämiengeld verpulvert, um mir eine notabene obligatorische Versicherung schmackhaft zu machen. Noch schlimmer ist, dass die grossen Kassen in den letzten Jahren Ihre Billigkassen (welche sie geschaffen haben, um nicht alle Kunden zu verlieren) quersubventionieren mussten. Der Gipfel der Frechheit ist, dass man uns Pseudosparmassnahmen wie höheren Franchisen oder Kostenbeteiligungen vorschlägt, und denkt, wir seien blöd genug zu glauben, man komme uns damit grosszügig entgegen. Die Kassen sollen als Erstes ihre eigenen Kosten redimensionieren, bevor sie von uns Prämienerhöhungen verlangen. Die Verwaltungs-Wasserköpfe gehören verkleinert und die Werbeausgaben gebremst. Wenn ein Krankenversicherer eine Billigkasse betreibt, ist diese zu verbieten und die Versicherten sind in die normale Kasse zu integrieren.

Der Staat schreibt uns eine Krankenversicherung vor, also ist er auch in der Pflicht, im Gesundheitswesen endlich für Ordnung zu sorgen. Da die Probleme schon seit der Einführung des letzten Krankenversicherungsgesetzes unvermindert da sind, sollten wir uns ernsthaft Gedanken darüber machen, warum Bundesrat und Parlament nicht fähig sind diese anzupacken und zu lösen. Alles Versager? Wie auch immer, der Kollaps ist nahe und eines ist sicher: Ist der Zusammenbruch erst einmal vorüber, werden wir (vielleicht) alles besser wissen und besser machen. Schuldige wird es dann (wie immer) keine mehr geben. Wer das Ganze ausbaden wird, kann ich Ihnen aber heute schon sagen….

-> Neue Nidwaldner Zeitung, 2. Februar 2009

 

Besucher auf wäli's

mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
mod_vvisit_counterHeute127
mod_vvisit_counterGestern214
mod_vvisit_counterDiese Woche870
mod_vvisit_counterLetzte Woche842
mod_vvisit_counterDiesen Monat2805
mod_vvisit_counterLetzten Monat3510
mod_vvisit_counterAlle Besucher609292

Online (seit 20 Minuten): 5
Deine IP: 54.162.165.158
,
Datum: 22. Juni 2018